In Deutschland sind ca. 250.000 Menschen chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert1 — viele davon, ohne es zu wissen. Es gibt viele Situationen, in denen man sich unwissentlich anstecken kann.



„Bist du Chris?“ hat sich zum Ziel gesetzt, das zu verändern.

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13.11.2017

Deutscher Lebertag 2017 – An die Leber denken, Behandlungsmöglichkeiten nutzen

München, 13. November 2017. Anlässlich des Deutschen Lebertages 2017 rufen Experten dazu auf, die deutlich verbesserten Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Lebererkrankungen zu nutzen. Vor allem Patienten mit chronischer Hepatitis C haben heute sehr gute Chancen auf Heilung1 – wenn sie denn von ihrer Erkrankung wissen. Hier setzt die Aufklärungskampagne „Bist du Chris?“ an. Sie hat bereits zahlreiche Menschen motiviert, über ihr Hepatitis-C-Risiko nachzudenken, und trägt so dazu bei, die hohe Zahl nicht erkannter Patienten zu senken.

 

 

Patienten mit bestimmten Lebererkrankungen können heute viel wirksamer behandelt werden als noch vor wenigen Jahren. Das gilt insbesondere, wenn sie an einer chronischen Hepatitis C erkrankt sind. „Dank neuer direkt antiviral wirkender Arzneimittel lässt sich die Erkrankung bei den meisten Patienten innerhalb von acht bis 24 Wochen heilen“ 1, bestätigt Professor Dr. Michael P. Manns, Gastroenterologe und Vorstand der Initiative pro Leber. Das Problem dabei: In Deutschland wissen schätzungsweise 100.000 Betroffene gar nicht, dass sie sich irgendwann im Leben mit dem Erreger – dem Hepatitis-C-Virus – infiziert haben.2 Folglich können sie auch nicht behandelt werden und laufen Gefahr, eine Lebervernarbung, eine Zirrhose oder einen Leberzellkrebs zu entwickeln. Das zu ändern, hat sich neben den Ausrichtern des Deutschen Lebertages auch die Initiative pro Leber mit ihrer Kampagne „Bist du Chris?“ zum Ziel gesetzt.

 

Seit Juni bietet die Kampagne über Plakate, TV-Spots, eine Facebook-Site und eine Website Informationen rund um Hepatitis C und beschreibt Situationen, in denen man sich – auch unwissentlich – infizieren kann; eine Online-Checkliste hilft, das eigene Infektionsrisiko abzuschätzen. „Menschen, die sich angesteckt haben könnten, sollten mit ihrem Arzt sprechen und gegebenenfalls einen Bluttest auf Hepatitis C machen lassen“, rät Manns. Nun zeigen erste Auswertungen, dass die Kampagne auf sehr gute Resonanz stößt.

 

So wurden auf der Website www.bist-du-chris.de bislang knapp 430.000 Besucher ver-zeichnet.* Der Videoclip zur Kampagne wurde weit über 1 Million Mal aufgerufen und die Online-Checkliste zur Ermittlung des individuellen Infektionsrisikos 72.000 Mal ausgefüllt.* „Die Kampagne hat damit das Potenzial, viele bislang nicht erkannte Betroffene zu identifi-zieren und durch eine Behandlung hoffentlich zu heilen“, so Manns. Er hofft, dass noch viele weitere Menschen das Informationsangebot nutzen, über ihr eigenes Erkrankungsrisiko nachdenken und sich gegebenenfalls testen lassen. Denn nur so ist zu erreichen, was sich die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Bundesregierung auf die Fahnen geschrie-ben haben: Die Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren oder wenigstens deutlich einzu-dämmen.3,4

 

* Stand Oktober 2017

 

Weitere Informationen zur Hepatitis C und zur Kampagne unter www.bist-du-chris.de und www.facebook.com/bistduchris

 

Kontakt

Dr. Birthe Friess

Büro Initiative pro Leber

Dachauer Str. 36, 80335 München

Germany

 

Tel.: +49 89 383930 60,

Fax: +49 89 383930 66

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